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Milan, ein fast normaler Junge aus Versailles, bis zu dem Tag, an dem plötzlich Claude auftaucht, ein völlig unbekannter Verwandter seiner Mutter aus Ruanda. Als Claude nach viel zu kurzer Zeit wieder verschwindet, lässt Milan die Erinnerung an den kleinen "Bruder" nicht mehr los. Warum hat die Mutter ihn, ihre Familie, nie erwähnt, warum kennt Milan das Heimatland seiner Mutter nur aus den Abendnachrichten? Erst als Jugendlicher und dann junger Mann reist er nach Kigali, freundet sich wieder mit Claude und dessen undurchsichtigem Freund Sartre an. Reise um Reise beginnt Milan das Geheimnis seiner Familie, seiner Mutter, in Ruanda aufzudecken und beginnt zu begreifen, dass sich das Land immer noch vom Völkermord an den Tutsi erholen muss. Behutsam erzählt Gaël Faye aus Milans halb aussenstehender Perspektive die Geschichte von Dialog, Vergebung und dem Neuanfang eines traumatisierten Landes. Gaël Faye: Jacaranda Piper Verlag, 2025 / Fr. 34.50 |


