Hirsch Das Phänomen Liebe

Mathias Hirsch untersucht die Liebe innerhalb und ausserhalb der Psychotherapie und stellt das Spektrum der verschiedenen Liebesformen in der Therapie vor. Er betont die Ambivalenz, die mit der Liebe stets verbunden ist: Neben dem ersehnten Glück birgt sie die Angst vor Abhängigkeit von der Macht des Anderen, Entindividualisierung in der Verschmelzung sowie Trennungsangst.
Der Autor beleuchtet, wie aus dem Phänomen der Liebe einst die Psychoanalyse entstand, und zeigt, dass die Übertragungsliebe bis heute ein kräftiger Motor in der Therapie bleibt. Darüber hinaus wendet er sich der weitgehend tabuisierten Problematik der sexuellen Beziehung in der Therapie zu, die den analytischen Raum zerstört: Sie ist immer narzisstischer Machtmissbrauch und Missbrauch der kindlichen Liebe in der Übertragung. Seine Überlegungen illustriert der Autor anschaulich anhand klinischer Fallbeispiele.

Mathias Hirsch: Das Phänomen Liebe. Wie sie entsteht, was sie in der Psychotherapie für Probleme macht und warum sie missbraucht werden kann
Psychosozial Verlag, 2018 / Fr. 28.90
-> siehe auch Veranstaltungen oder hier direkt der Link zur Einladung der VPB-Lesung 2018:
pdfEinladung_VPB-Lesung_2018.pdf

Vargas Der Zorn der Einsiedlerin

Der Wolkenschaufler ist endlich wieder da!
Im Süden Frankreichs sterben mehrere Männer – angeblich sind sie dem Biss der Einsiedlerspinne zum Opfer gefallen. Allerdings reicht das Gift einer einzigen Spinne nicht aus, um einen Menschen zu töten. Adamsberg und sein Team von der Brigade Criminelle des 13. Pariser Arrondissements ermitteln. Seine Nachforschungen führen den eigenwilligen Kommissar zu einem Waisenhaus bei Nîmes und zu einer Gruppe von Jungen, die dort in den 1940er-Jahren lebte. Und plötzlich erscheinen die Todesfälle, die bislang nicht als Morde betrachtet wurden, in einem anderen Licht …


Fred Vargas: Der Zorn der Einsiedlerin
Blanvalet Verlag, 2018 / Fr. 32.50

Lesen Sie unbedingt auch:
Das barmherzige Fallbeil
Fliehe weit und schnell
Der vierzehnte Stein

Der verbotene Ort
…………

Kutscher Marlow

Der siebte Fall für Gereon Rath – Auf der Spur des rätselhaften Johann Marlow
Berlin, Spätsommer 1935. In der Familie Rath geht jeder seiner Wege. Pflegesohn Fritz marschiert mit der HJ zum Nürnberger Reichsparteitag, Charly schlägt sich als Anwaltsgehilfin und Privatdetektivin durch, während sich Gereon Rath, mittlerweile zum Oberkommissar befördert, mit den Todesfällen befassen muss, die sonst niemand haben will. Ein tödlicher Verkehrsunfall weckt seinen Jagdinstinkt, obwohl seine Vorgesetzten ihm den Fall entziehen und ihn in eine andere Abteilung versetzen.
Es geht um Hermann Göring, geheime Akten, Morphium und schmutzige Politik. Und um Charlys Lebenstrauma, den Tod ihres Vaters. Und um den Mann, mit dem Rath nie wieder etwas zu tun haben wollte: den Unterweltkönig Johann Marlow!

Volker Kutscher: Marlow
Piper Verlag, 2018 / Fr. 33.90

Band 1: Der nasse Fisch-> Verfilmung: Babylon Berlin
Band 2: Der stumme Tod
Band 3: Goldstein

Band 4: Die Akte Vaterland

Band 5: Märzgefallene
Band 6: Lunapark
-> unbedingt chronologisch lesen!

Gavin Hasana »Wer einem Fremden zu essen gab, bewirtete vielleicht einen Engel.« (Talmud)
›Hasana‹ bedeutet im modernen Hebräisch einfach ›Ernährung‹.
Im Laufe ihres 2000-jährigen Exils zogen Juden von Land zu Land und nahmen ihr kulturelles Erbe und ihre Traditionen immer mit. Wo es sie auch hin verschlug, passten sie die regionale Küche an ihre Speisevorschriften an.
Diese schöne Sammlung von traditionellen vegetarischen jüdischen Gerichten führt von der Atlantikküste über das Mittelmeer und Osteuropa bis in den Orient. Zwiebelsuppe mit Bockshornklee und Minze, Kräuteromelette mit Walnüssen und Berberitzen, Kürbisravioli mit Salbeibutter – Paola Gavin hat auf ihren Reisen mehr als 140 von Generation zu Generation weitergegebene Rezepte aus zweiundzwanzig Ländern zusammengetragen.
Im Buch finden Sie Vorspeisen, Suppen, Hauptgerichte und Desserts: Die einfach zuzubereitenden Gerichte bieten neue Ideen für den Alltag oder für besondere Anlässe. Zu allen Rezepten gibt es Informationen über die regionale Herkunft, zu welchen Fest- oder Feiertagen sie traditionell gegessen werden und welche religiösen Gebote es bei der Zubereitung gab und gibt.

Paola Gavin: Hasana. Vegetarisch kochen nach traditionellen jüdischen Rezepten
DuMont Verlag, 2018 / Fr. 41.50

Hohler Am liebsten ass der Hamster Hugojpg

Endlich neue Tiergedichte von Franz Hohler und Kathrin Schärer – zum Lachen, Auswendiglernen und Immer-wieder-Aufsagen
Kleine Geschichten, die gute Laune machen und von den Eigen-arten und Geheimnissen der Tiere erzählen: von der schwächlichen Tarantel, die sich fit hält mit der Hantel, dem weissen Hermelin auf seinem Weg nach Berlin, einem grauen Wolf mit dem neuesten Hobby Golf, über die junge Fliege ganz in Liebe mit der Ziege oder dem Reh im Gewitter und der Meldung auf Twitter. Franz Hohler beherrscht einfach die Kunst der gereimten Unter-haltung; seine Tiergedichte machen riesigen Spass und beste Laune. Und: Wer würde sich nicht gern mit Kathrin Schärers witzigem Hamster Hugo auf einen Teller Spaghetti mit Tomatensugo treffen?

Am liebsten ass der Hamster Hugo Spaghetti mit Tomatensugo.

Gedichte von Franz Hohler, mit Illustrationen von Kathrin Schärer

Hanser Verlag, 2018 / Fr. 21.50

Steffensmeier Lieselotte hat Langeweile

Lieselotte ist sooo langweilig ...
Dabei hatte sie sich schon sooo gefreut: Sie wollte zusammen mit der Bäuerin ihren selbstgebastelten Drachen steigen lassen und jetzt regnet es Bindfäden.
So ein Regentag ist echt langweilig! Soll sie jetzt puzzeln oder ein Bilderbuch anschauen? Langweilig! Das macht doch alleine keinen Spass, und Gummitwist schon gar nicht (Lieselotte beim Gummitwist – wie soll denn das gehen?!!).
Die Schweine schlafen, die Hühner machen irgendwelche Hühnersachen, die sie nicht versteht und die Küken spielen sooo langweilige Kükenspiele.
Was soll sie nur anfangen? Auf dem Dachboden kommt ihr plötzlich eine Idee. Ein alter Schlitten, ein Ventilator und ein Abtropfsieb: Mehr braucht sie doch eigentlich gar nicht, um den Drachen im Hausflur steigen zu lassen, oder?!
Vielleicht wird das auch eine Höllenfahrt direkt vor die Füsse der Bäuerin…? Aber zum Glück wird der Tag dann doch noch so richtig toll…

Alexander Steffensmeier: Lieselotte hat Langeweile
Fischer-Sauerländer, 2018 / Fr. 22.90

Mäder 68 was bleibt Ab 1968 strahlt das Schweizer Fernsehen farbig aus. Ab jetzt ist alles bunter. Die Tagesschau berichtet über Proteste in aller Welt. Sie kommen von Berkeley nach Bern, von San Francisco nach Solothurn. Auch in der Schweiz demonstrieren Tausende gegen den Krieg in Vietnam. Angehende Lehrerinnen streiken im Seminar in Locarno. Lehrlinge lehnen sich gegen autoritäre Lehrmeister auf. Die Stones schlagen neue Töne an. Fans schwingen mit und fordern autonome Jugendzentren. »Wehret den Anfängen!«, titelt die Neue Zürcher Zeitung am 17. Juni 1968.
Was haben die 68er-Revolten bewirkt? Kulturell viel, politisch wenig, so lautet eine gängige These. Zu Recht? Ueli Mäder befragte Protagonistinnen und Protagonisten nach ihren Erfahrungen und Wahrnehmungen. In 68 Interviews und zahlreichen historischen Dokumenten scheinen Debatten und Projekte auf, die damals Stadt und Land in Bewegung versetzten.

Ueli Mäder: 68 - was bleibt? (Rotpunktverlag, 2018 / Fr. 48.-
-> siehe auch Veranstaltungen!
Bodnheimer Im Tal der Gebeine Rabbi Kleins 5. Fall

Als Kind floh Bianca Himmelfarb aus Nazi-Deutschland über die Schweiz nach England, und Rabbi Kleins Grossvater war ihr Fluchthelfer. Später heiratete Bianca einen Industriellen; als er starb, wurde sie Unternehmerin und Kunstmäzenatin. Immer im Frühjahr residiert sie in ihrer Luxuswohnung am Zürichberg.

Dort wird sie, nur wenige Stunden, nachdem Rabbi Klein sie besucht hat, tot aufgefunden – er ist fassungslos. Selbstmord, heisst es. Ein Verbrechen, vermutet der Rabbi, und muss (natürlich) der Sache auf den Grund gehen.
Kommissarin Bänziger glaubt aber nicht so recht daran und Klein ist quasi 'gezwungen' an ihr vorbei zu ermitteln. Reisen nach Wien und England führen ihn zu neuen, erschütternden Er-kenntnissen über seine Verwandte…
Gabriel Kleins Gelehrtheit, sein Einfühlungsvermögen und seine Neugier machen ihn zu einem angesehenen Rabbi, aber auch, sehr zum Leidwesen der Kriminalpolizei, zu einem unschlagbar guten Detektiv.

Alfred Bodenheimer: Im Tal der Gebeine. Rabbi Kleins fünfter Fall
Nagel & Kimche Verlag, 2018 / Fr. 28.90

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok