Forte Als der Himmel noch nicht benannt war "Als der Himmel noch nicht benannt war, und die Erde noch ohne Namen, als es noch keine Götter gab, und die Schicksale noch unbestimmt ..."
Ein Schriftsteller geht durch eine alte Bibliothek. Er will mehr wissen über die Anfänge des Menschen, über seinen Eintritt in die Welt und die Zeit. Wie war sein Weg von den frühen Höhlenmalereien bis zu den ersten Schriftzeichen? Wann entstanden die ersten Geschichten und aus den Geschichten die Erinnerung und aus der Erinnerung die Vergangenheit?
Und wie sahen die ersten Städte aus, wie das fünftausend Jahre alte Uruk, das schon Bibliotheken aus Tontafeln kannte?
Dieter Fortes Buch steht am Ende eines lebenslangen Nachdenkens über den Menschen. Wo kommt er her? Was macht ihn aus? Was kann er wirklich über die Welt wissen? Es ist eine bewegende Beschwörung der Sprache, unserer grössten Errungenschaft. Wenn wir sie verlieren, verlieren wir die Welt.

Dieter Forte: Als der Himmel noch nicht benannt war
S. Fischer Verlag, 2019 / Fr. 24.50

Und eine schöne Rezension zum Buch: https://rp-online.de/kultur/die-ewigkeit-der-bibliothek-neues-von-dieter-forte_aid-37177725
Honigmann Georg Nach der Geschichte über ihre Mutter "Ein Kapitel aus meinem Leben", erzählt Barbara Honigmann jetzt aus dem Leben ihres Vaters: Georg.
"Mein Vater heiratete immer dreissigjährige Frauen. [Nur] er wurde älter… Sie hiessen Ruth, Litzy, das war meine Mutter, Gisela und Liselotte…"
Es ist die private Seite einer Lebensgeschichte, die um die halbe Welt führte: geboren in Wiesbaden, dann Frankfurt, Odenwaldschule, Paris – London - Berlin, dazwischen die Internierung in Kanada, nach der Emigration der Weg in die DDR, wieder Berlin. Meistens besitzlos, aber nie arm; und ein Leben lang, immer wiederkehrend, die Erfahrung: "Zu Hause Mensch und auf der Strasse Jude."
Barbara Honigmann erzählt in ihrem ganz eigenen Stil, lakonisch und witzig, traurig und mitreissend von ihrer deutsch-jüdisch-kommunistischen Grossfamilie: Mit gut 150 Seiten nur ein schmaler Band, aber ein grosses Buch über 80 Jahre Deutschland – und vor allem die Erinnerung und berührend nachgetragene Liebeserklärung an einen ausser-gewöhnlichen Mann.

Barbara Honigmann: Georg
Hanser Verlag, 2019 / Fr. 26.90
Barnes Die einzige Geschichte

Die erste Liebe hat lebenslange Konsequenzen, aber davon hat Paul im Alter von neunzehn keine Ahnung. Mit 'erst neunzehn', wie seine Eltern meinen, ist er stolz, dass seine Liebe zur verheirateten, fast 30 Jahre älteren Susan den gesellschaftlichen Konventionen ins Gesicht spuckt. Er ist sich ganz sicher, in Susan die Frau fürs Leben gefunden zu haben, alles andere ist nebensächlich.
Erst mit zunehmendem Alter wird Paul klar, dass die Anforderungen, die diese Liebe an ihn stellt, grösser sind, als er es jemals für möglich gehalten hätte.
Eine schön erzählte Geschichte über die erste und überhaupt die Liebe aus der Perspektive des "alten" Paul.

Julian Barnes: Die einzige Geschichte
Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2019 / Fr. 31.90

Mytting Die Glocke im See

Norwegen im Jahr 1880, in einem dunklen und abgeschiedenen Tal: Die junge, wissbegierige Astrid ist anders als die übrigen Mädchen im Dorf. Sie träumt von einem Leben, das aus mehr besteht als Heiraten, Kinderkriegen und am Ende bei der Feldarbeit Sterben. Sehnt sie sich nach einem Leben mit dem jungen Pastor Kai Schweigaard? Oder entscheidet sie sich für das Neue, Unberechenbare?

Kai Schweigaard hat soeben die kleine Pfarrei mit der 700 Jahre alten Stabkirche in Butangen übernommen. Die würde er gerne abreissen und durch eine modernere, grössere Kirche ersetzen. Er hat auch schon Kontakt zur Kunstakademie in Dresden aufgenommen, die ihren begabten Architekturstudenten Gerhard Schönauer schickt, der den Abtransport der Kirche nach Dresden und den Aufbau dort überwachen soll.
Astrid rebelliert, denn mit der Kirche würden auch die beiden Glocken verschwinden, die einer ihrer Vorfahren einst der Kirche gestiftet hat. Man sagt ihnen übernatürliche Kräfte nach und dass sie von selbst läuten, wenn ein Unglück bevorsteht.
Astrid verliebt sich in diesen Gerhard. Er ist so anders als die jungen Männer in Butangen. Modern, weltoffen, elegant. Astrid muss sich entscheiden. Wählt sie die Heimat und den Pfarrer oder den Aufbruch in eine ungewisse Zukunft in Deutschland. Da hört sie auf einmal die Glocken läuten ...

Lary Mytting: Die Glocke im See
Insel Verlag, 2019 / Fr. 33.90

Vegetarisch. Handbuch Teubner

Mit allen wichtigen Infos direkt beim Rezept werden die vegetarischen Gerichte der Spitzenköche auch für Einsteiger nachkochbar - Vegetarisch einfach perfekt!

Spiegelei war einmal – mit diesem Handbuch können auch Einsteiger*innen Vegetarisch kochen wie die Profis.
In über 60 spannenden Gerichten entdecken sie hier die Welt der Spitzenköche. Alles wird ganz einfach nachkochbar dank der wichtigen Infos direkt beim Rezept: Passende Warenkunde, grundlegende Küchentechniken oder spannende Hintergrundberichte ergänzen jedes Rezept perfekt. Und dank einer klaren Kennzeichnung ist auch sofort zu ersichtlich, wie anspruchsvoll ein Rezept wirklich ist. Das alles in ein tolles, modernes Layout gepackt macht dieses zum perfekten Einstieg für alle, die schon mal mit der Sternküche geliebäugelt haben…
Tolles Plus: Mit der kostenlosen App lassen sich alle Rezepte auch aufs Smartphone laden.

Vegetarisch. Teubner Handbuch
Verlag Gräfe und Unzer, 2018 / Fr. 15.80

 

Mogi Ikigai

Ikigai ist der Schlüssel für ein langes, gesundes und erfülltes Leben. Es ist "das, wofür es sich zu leben lohnt" oder ganz einfach "der Grund, morgens aufzustehen".
Die Fünf Säulen des ikigai:
1. Klein anfangen
2. Loslassen lernen
3. Harmonie und Nachhaltigkeit leben
4. Die Freude an den kleinen Dingen entdecken
5. Im Hier und Jetzt leben

Der Neurowissenschaftler Ken Mogi erkundet die Lebensweise, Kultur, Traditionen, Denkweisen und Lebensphilosophie Japans. Ein Land, das für seine hohe Servicequalität, die Kunst der Präsentation, das makellose Funktionieren des öffentlichen Verkehrs und die Aufmerksamkeit für Details bekannt ist.
Viele Japaner*innen trachten danach, ihr ikigai zu finden und zu leben – egal, ob in der Karriere, in den Beziehungen zu Freunden und der Familie. Entscheidend ist dabei, dass man sein Ziel mit Hingabe verfolgt und das, was man tut, um seiner selbst willen tut: Ein 102-jähriger Karatemeister sagt, sein ikigai bestehe aus der Beschäftigung mit der Kampfkunst; ein 100-jähriger Fischer findet seines darin, weiterhin drei Mal pro Woche Fisch für seine Familie zu fangen; eine 102-jäh-rige Frau berichtet, ihres bestehe darin, ihre winzige Urenkelin im Arm zu halten. Miteinander verwoben, liefern diese einfachen Entscheidungen zum Lebensstil Hinweise darauf, was die Essenz von ikigai ausmacht: ein Gefühl für Gemeinschaft, eine ausgewogene Ernährung und ein Bewusstsein für Spiritualität.
In seinen Recherchen zum Phänomen ikigai vermittelt Ken Mogi ausserdem viel Wissenswertes über Japan: Beispielsweise berichtet er von der uralten Tradition der Teezeremonie oder von der verlorenen Töpferkunst der 'Sternschale' – ihre Existenz ist nicht zu trennen von einer bestimmten Haltung zum Leben derer, die sich darin üben.

Ken Mogi: Ikigai. Die japanische Lebenskunst

DuMont Verlag, 2018 / Fr. 28.90

 

Sten Flucht in die Schären

Nora Linde, Chefanklägerin der Behörde gegen Wirtschaftskriminalität, hat einen gefährlichen Gegner: den Anführer der Drogenszene Stockholms, Andreis Kovač. Er wurde von ihr wegen Steuerhinterziehung angeklagt, denn für Drogenhandel und Geldwäsche fehlen die Beweise.
Doch nicht nur Nora kämpft gegen den Drogenboss. Seine junge Frau Mina ist verzweifelt auf Flucht vor ihm, nachdem er sie fast totgeprügelt hat. Alles, was sie möchte, ist, ihren kleinen Sohn zu schützen.
So wird sie in Sicherheit gebracht, und kaum einer weiss, wo sie sich aufhält. Sie ist die Schlüsselperson im anstehenden Prozess, vorausgesetzt, Nora kann sie überzeugen auszusagen. Andreis würde alles tun, um seine Gegner auszuschalten und Mina zurückzubekommen. Er scheut keine Mittel, um seine Ziele durchzusetzen, und Minas Unterstützer sind seine Feinde. Als ein Mord geschieht, wird Thomas Andreasson in den Fall hineingezogen, und auch Nora nimmt immer grössere Risiken auf sich, um Mina zu schützen….

Viveca Sten: Flucht in die Schären. Ein Fall für Thomas Andreasson
Kiepenheuer & Witsch, 2018 / Fr. 21.90

Boum Gesang für die Verlorenen

Kamerun in den 1940er und 50er Jahren: Frankreich und Grossbritannien haben von der UNO Treuhandmandate und den Auftrag erhalten, das Land in die Selbstverwaltung und Unabhängigkeit zu führen. Davon will die Kolonialverwaltung vor Ort aber nichts wissen und der Widerstand regt sich in Form einer friedlichen Unabhängigkeitsbewegung. Diese wird jedoch gewaltsam unterdrückt und durch ihr Verbot 1955 in den Untergrund gezwungen. Die Familien- und Freundschaftssaga um die Heilerin Esta, ihren Geliebten Amos und ihre Tochter Likak entspinnt sich vor diesem historischen Hintergrund und um-fasst mehrere Generationen. Der Kampf um Unabhängigkeit wird anhand einzelner Schicksale erzählt, die verflochten sind durch familiäre Bande, Achtung und Liebe. Aber auch Enttäuschung, menschliche Schwäche, Verrat gehören dazu…

Hemley Boum: Gesang für die Verlorenen
Peter Hammer Verlag, 2018 / Fr. 36.50

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