Hunt Mit dem Wind Den Wind sehen wir nicht, aber wir spüren ihn.
Der britische Journalist und Reiseschriftsteller Nick Hunt macht sich – meistens zu Fuss - auf den Weg, die berühmten und berüchtigten europäischen Winde zu erwandern und er-gründen. Von den Höhenzügen seiner Heimat im Nordwesten Englands bis zu den Alpen, von den Ufern der Rhone bis zur Adriaküste führen ihn seine Erkundungswanderungen.
Es sind Reisen zu wilden Winden: Mistral, Tramontana, Föhn, Bora und Helm, die durch Europa stürmen; und zu den wilden Landschaften mit den Menschen, die sie bewohnen: Bauern, Schäfer, Meteorologen und Sturmjäger, Segler, Exzentriker und Enthusiasten…..
Dabei erlebt er nicht nur hautnah jene Kräfte, denen er auf der Spur ist, er taucht auch ein in die vielen Mythen und Legenden, Geschichte und Geschichten, Wissenschaft und Aberglauben, die sich um die Winde ranken. Ein faszinierender und unkonventioneller Reisebericht – ein stürmisches Abenteuer, bei dem schon bei der Lektüre ein leichter Hauch…

Nick Hunt: Mit dem Wind. Wanderungen vom Atlantik bis zum Mittelmeer
btb, 2019 / Fr. 31.90
Jetzt noch ein Gedicht und dann aus das Licht

Dieses (Vor-)Lesebuch basiert auf der Freude an komischen Gedichten, an Sprache und Illustrationen. Was wir in Kinderjahren geniessen, kreieren und uns ins sprach-lichem Schabernack ergehen, der dann über Jahre und Jahrzehnte oft brachliegt, wird hier in diesem schönen Band zelebriert. "One minute till bedtime " erschien 2016 in englischer Sprache. Zahlreiche bekannte AutorInnen übertrugen und über-setzen nun die Gedichte mit viel Sprach- und Wortwitz ins Deutsche: Franz Hohler, Anja Kampmann, Michael Köhlmeier, Natalie Buchholz, Rolf Lappert, Amelie Fried, Daniel Kehlmann, John von Düffel und viele mehr geben sich hier den Stift in die Hand.

Kenn Nesbitt/ Christoph Niemann: Jetzt noch ein Gedicht, und dann aus das Licht!
Hanser Verlag, 2019 / Fr. 31.90

Katz Der Klavierspieler vom Gare du Nord Der Junge aus schwierigen Verhältnissen und der ältere, vom Leben enttäuschte Di-rektor des Konservatoriums wären sich nie begegnet, stünde da nicht ein Klavier im Gare du Nord. Die Essenz aus der der Roman gewoben ist, eine ungewöhnliche und ungleiche Freundschaft nimmt ihren Lauf. Als Leser bangen und zittern wir mit, hoffen, dass der ruppige und unberechenbare Kleinkriminelle endlich seine Chance er-kennt und der Alte sich nicht in seinen Visionen verrennt. Lesegenuss pur!

Gabriel Katz: Der Klavierspieler vom Gare du Nord
S. Fischer Verlag, 2019 / Fr. 28.90

Schnerf Wir waren eine gute Erfindung

Salomons Familie soll für den Sederabend zusammenkommen, doch dieses Jahr, das erste Mal seit fünfzig Jahren, ohne seine geliebte Frau Sarah. In den Stunden vor der Feier erinnert sich Salomon und Tradition und Gedächtnis finden dabei zu ihrer eigenen Ordnung: Vergangene Festtage inmitten der Familie, Zeremonien und politische Fragen der Enkelin, die einer Todsünde gleichkommen. Er fühlt noch einmal das geteilte Glück mit Sarah. Zugleich kann der Auschwitz-Überlebende dem Erlebnis der Shoah nur mit KZ-Witzen begegnen. Ausser ihm weiss dies nur leider niemand in seiner Familie zu würdigen, stattdessen Augenrollen und ein entnervtes "Opa…".
Dieses feinfühlige Buch lässt die Flüchtigkeit erahnen, die jeder menschlichen Begegnung innewohnt, auch wenn sie fünfzig Jahre andauert.

Kunstmann Verlag, 2019 / Fr. 25.90

Brandt Blackbird

Jugend in den 70er Jahren! Der 1961 geborene Mathias Brandt, Schauspieler und Schriftsteller, entführt uns gleich auf den ersten Seiten in die Welt von Motte, eigentlich Morton Schuhmacher und dessen Schulkollegen. Der Roman sprudelt über von komisch-tragischen Wendungen erinnert uns an die Zeit des Erwachsenwerdens, alles passierte zum ersten Mal, war aufregend und die Welt ging unter … aber dann fügt sich doch alles zu einem guten Ende, nicht unbedingt zum erträumten, aber zu einem überraschenden. Ein Buch für alle Junggebliebenen!

Matthias Brandt: Blackbird
Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2019 / Fr. 31.90

Otsuka Als der Kaiser ein Gott war

Ein sonniger Frühlingstag im Jahr 1942 in Berkeley, Kalifornien: Am Postamt liest die Mutter den Evakuierungsbefehl, geht nach Hause und beginnt die wichtigsten Habseligkeiten der Familie zusammenzupacken. Wie Zehntausende weitere japanisch-stämmige Amerikaner in den Westküstenstaaten, betrachtet man sie als Sicherheitsrisiko, seit die USA mit Japan im Krieg stehen.
Schnörkellos, präzise und aufwühlend erzählt Julie Otsuka in ihrem Roman von der wachsenden antijapanischen Stimmung unter den bislang so freundlichen Nachbarn, der Deportation in ein Internierungslager im Wüstenhochland von Utah, den prekären Verhältnissen in den Baracken hinter Stacheldraht, von Angst und Einsamkeit – und schliesslich von der Rückkehr der Familie, für die nichts mehr so sein wird wie zuvor.
Nach "Wovon wir träumten" bereits der zweite, hervorragende Roman dieser vielversprechenden Autorin!

Julie Otsuka: Als der Kaiser ein Gott war (Lenos Verlag, 2019 / Fr. 29.-)

Kalisa Radio Activity Nora Tewes wächst bei ihrer alleinerziehenden Mutter, einer Tonmeistern, im Theater einer kleinen norddeutschen Hafenstadt auf. Das Vermächtnis der früh verstorbenen Mutter beinhaltet, nebst den nahen gemeinsamen Gedankenwelten, auch eine nur oberflächlich verheilte Wunde. So verschafft sie sich und ihrer Mutter mit Hilfe von Freunden, dem gemeinsamen Radio "Tee und Teer " und viel eigenwilligem Witz und Gerechtigkeitssinn Gehör und Stimme.
Es ist nach "Sungs Laden " der zweite Roman von Karin Kalisa.

Karin Kalisa: Radio Activity
C.H. Beck Verlag, 2019 / Fr. 31.90

Thijssen Ein Junge wie Kees

Im ausgehenden 19. Jahrhundert wächst Kees Bakels im Amsterdamer Jordaan-Viertel auf – er denkt und träumt wie viele Kinder, damals und heute: seine kleine Welt um ihn herum und er mittendrin, der Held und voller Phantasie, immerhin ist er der Erfinder des legendären Schwimmbadschritts!
Doch das Leben geht weiter, die Schulzeit neigt sich dem Ende zu, Kees schwerkran-ker Vater stirbt und er muss mit Verantwortung für die Familie übernehmen.
Theo Thijssen hat es geschafft, in diesem Klassiker der niederländischen Literatur, das individuelle Leben Kees' so allgemeingültig zu schildern, dass die Leser*innen sich bis heute darin wieder erkennen können – ein wahrer Buchschatz!

Theo Thijssen: Ein Junge wie Kees
Wallstein Verlag, 2019 / Fr. 33.90

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