Jeffers Die Liebeslieder von W.E.B. Du Bois

Dieser Debütroman ist ein wahrhaftes afroamerikanisches Südstaaten-Familienepos, das mit dem Landraub an den Indigenen und der Verschleppung der Bevölkerung in Westafrika seinen Anfang nimmt: Beauty wird ihrer Mutter entrissen und versklavt, Nila begeht den Fehler, einem weissen Mann zu vertrauen, Miss Rose verliert ihren geliebten Sohn und geht jeden Sonntag in die Kirche, Belle verliebt sich und wird zu früh schwanger, sie schliesst sich "der Bewegung" an und bekocht dann doch nur die hungrigen Brothers. Lydia wird missbraucht und verfällt trotz junger Liebe den Drogen, Pearl sitzt auf der Veranda und pult Erbsen aus ihren Hülsen auf einem Stück Land, das einst den indigenen Creek gehörte. Schliesslich ist da die junge Ailey, sie ist die Schwester, Tochter, Enkelin und Urenkelin all dieser Frauen, sie studiert im ausgehenden 20. Jh. am Routledge College und ist sich ihres Platzes in dieser Welt nicht sicher.
Jeffers würdigt mit diesem Schwarzen und feministischen Werk nicht nur W.E.B. Du Bois Erbe, sondern versteht sich in der Tradition von Toni Morrison, Alice Walker und bell hooks.

Honorée Fanonne Jeffers: Die Liebeslieder von W.E.B. Du Bois
Piper Verlag, 2022 / Fr. 39.90

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