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«Nein, hier gab es keine Juden. Wir wussten von nichts.» Auf einem alten Familienfoto von 1926 entdeckt die Berliner Autorin und Zeichnerin an Opa Heinrichs Revers eine Anstecknadel mit Hakenkreuz. Aufgewachsen in dem Glauben, dass ihre Familie «nicht politisch» war, lässt sie diese Beobachtung nicht mehr los: Führen die Spuren von Opa Heinrich tatsächlich ins Ghetto von Riga? Wie lebten die Menschen in Berlin, während an der Front gekämpft wurde? Und wer waren die drei jüdischen Menschen, deren Stolpersteine vor dem Haus ihrer Grosseltern liegen? Die Graphic Novel erzählt eine deutsche Familiengeschichte von den Kriegsjahren bis in die Gegenwart mit einem umfangreichen Anhang zu historischen Personen und Schauplätzen.
Bianca Schaalburg: Der Duft der Kiefern Avant Verlag, 2021 / Fr. 37.50
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