Camilleri Kilometer 123

Kurz bevor Andrea Camilleri im Sommer 2019 starb, erschien in Italien sein Kriminalroman "Kilometer 123". Es ist es kein Fall für Commissario Montalbano, und auch kein Buch, das in Sizilien spielt, das sein Werk so sehr prägte; auch keine Erzählung im herkömmlichen Sinn – sondern ein aus Textnachrichten, Telefonaten, Zeitungsaus-schnitten, Protokollen und Gesprächen zusammengesetztes kriminalistisches Puzzle, das direkt nach der Veröffentlichung die italienischen Bestsellerlisten anführte und vor allem Camilleris grosses Talent und Gespür für Dialoge ins Rampenlicht rückt.

Alles beginnt mit einer unbeantworteten SMS: die Absenderin ist Ester, der Empfänger ist Giulio. Warum kann Giulio seiner Geliebten nicht antworten? Er liegt nach einem heftigen Auffahrunfall bei Kilometer 123 der Via Aurelia im Krankenhaus. Wer hinge-gen die SMS von Ester liest, ist Giulios Ehefrau Giuditta, die vorher von Esters noch Existenz nichts wusste.
Dies könnte der Anfang einer Liebeskomödie sein, aber Camilleris Intention ist eine andere: ein Zeuge sagt aus, dass Giulios Unfall keineswegs unbeabsichtigt, sondern versuchter Mord war, und die Angelegenheit wird ans Kriminalkommissariat übergeben. Kurze Zeit später findet sich eine Leiche: bei eben jenem Kilo-meter 123 auf der Via Aurelia...
Ein rasanter Kriminalfall um Intrigen, Macht und Eifersucht – und natürlich kommt am Ende alles anders, als man denkt...

Andrea Camilleri: Kilometer 123
Kindler Verlag, 2020 / Fr. 31.90

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