Anappara Die Detektive vom Bhoot Basar

Die in Kerala geborene Journalistin befasste sich schon früh mit der Armut und Ungerechtigkeit in ihrem Land und mit der modernen Gesellschaft mit ihren Widersprüchen, den sozialen und religiösen Spannungen und der Korruption. Basierend auf einem wahren Kriminalfall. In Sichtweite der Hochhäuser der oberen Mittelschicht lebt Jai der neunjährige Junge, aus dessen Augen der Roman erzählt wird. Seine illegale Siedlung ist eingeklemmt zwischen dem Basar und der riesigen stinkenden Müllhalde. Ziegen laufen im Pullover he-rum wegen der Kälte und die Menschen haben nur öffentliche Toiletten und Wasserstellen. Jai träumt davon, ein Detektiv zu werden, wie er sie im TV gesehen hat. Als sein Klassenkamerad verschwindet, will er sein Wissen einbringen und ihn wieder finden. Zu Dritt streunen sie durch das Quartier mit offenen neugierigen Augen und Ohren und bedeckter Nase wegen des Smogs. Immer mehr Kinder verschwinden, und die drei verfolgen ihre Spuren zwischen düsteren Häusern, reden mit Unbekannten und fahren sogar verbotenerweise mit der Untergrundbahn zum grossen Bahnhof.
Packend und lebendig geschrieben - wir tauchen ein in eine fremde Welt, und wer Mühe hat, die vielen indischen Ausdrücke zu verstehen, findet hinten im Buch ein Glossar. Das vielschichtige indische Leben mit seinen Düften und Farben nimmt uns gefangen.

Deepa Anappara: Die Detektive vom Bhoot-Basar
Rowohlt Verlag, 2020 / Fr. 33.90

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.