Wagner Der vergessliche Riese

David Wagner begibt sich auf eine autobiografische Spurensuche. Der Vater, Anfang 70 und zweifach verwitwet, ist wieder zum Kind geworden, braucht Betreuung und vergisst andauern, was gerade noch gewesen ist.
Der Autor zeigt einen Menschen, der noch in der Gegenwart lebt aber allmählich verschwindet. Ganz leise, fast unmerklich, schreitet die Demenz voran, doch sie verläuft hier ohne Schrecken. Wagner bringt seinem Vater eine Zärtlichkeit entgegen, die ebenso wie seine Geduld, den Humor und das Ausbleiben von Hadern und Wut tief berührt. Gerade die Einfachheit der Darstellung, in der sich Empathie und Ironie vermischen, macht die besondere Wirkung des Romans aus.

David Wagner: Der vergessliche Riese
Rowohlt Verlag, 2019 / Fr. 31.90

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