Otsuka Als der Kaiser ein Gott war

Ein sonniger Frühlingstag im Jahr 1942 in Berkeley, Kalifornien: Am Postamt liest die Mutter den Evakuierungsbefehl, geht nach Hause und beginnt die wichtigsten Habseligkeiten der Familie zusammenzupacken. Wie Zehntausende weitere japanisch-stämmige Amerikaner in den Westküstenstaaten, betrachtet man sie als Sicherheitsrisiko, seit die USA mit Japan im Krieg stehen.
Schnörkellos, präzise und aufwühlend erzählt Julie Otsuka in ihrem Roman von der wachsenden antijapanischen Stimmung unter den bislang so freundlichen Nachbarn, der Deportation in ein Internierungslager im Wüstenhochland von Utah, den prekären Verhältnissen in den Baracken hinter Stacheldraht, von Angst und Einsamkeit – und schliesslich von der Rückkehr der Familie, für die nichts mehr so sein wird wie zuvor.
Nach "Wovon wir träumten" bereits der zweite, hervorragende Roman dieser vielversprechenden Autorin!

Julie Otsuka: Als der Kaiser ein Gott war (Lenos Verlag, 2019 / Fr. 29.-)
-> Lesung im Literaturhaus Basel am Dienstag, dem 3. Dezember

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