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Owens Der Gesang der Flusskrebse In bewegend schönen Bildern lässt die Autorin das Marschland von North Carolina erstehen und erschafft mit der wilden Kya eine unvergessliche Heldin.
Die Umgebung und der Hintergrund des Romans sind eher fremd für uns. Ein kleines Mädchen wird in den 1950er Jahren nacheinander von seiner Mutter, seinen Geschwistern und schlussendlich auch vom Vater verlassen. Die Schulbehörden haben es aufgegeben, das Kind zu integrieren. Lange zeichnet sie einfach was sie sieht – schreiben lernt sie erst als Jugendliche von einem einfühlsamen Freund.
Hier bahnt sich auch eine herzzerreissende Liebesgeschichte an. Später gibt es einen Mord. Die junge Frau wird verdächtigt und da das ganze Dorf Vorurteile hat … liegt es fast auf der Hand, aber … Es kommt dann alles anders.
Der Roman spielt in der Zeit, als Schwarze noch in ihrem eigenen Dorf wohnen mussten und nicht am öffentlichen Leben teilnehmen durften. 'White Trash People' galten als noch schlimmer und zu denen gehört das Marschmädchen Kya. Also eine Geschichte voller Natur, der Liebe und von den manchmal schwierigen und unvorhersehbaren Windungen des Lebens. Spannend und gut recherchiert und mit Sachkenntnis geschrieben.

Delia Owens: Der Gesang der Flusskrebse
Hanser Verlag, 2019 / Fr. 31.90