Baldwin Beale Street Blues

«Jeder in Amerika geborene Schwarze ist in der Beale Street, ist im Schwarzenviertel irgend einer amerikanischen Stadt geboren…».

Mit diesem Text wollte Baldwin den amerikanischen Schwarzenvierteln eine Stimme geben. Er tut dies auf eine eindrückliche Weise anhand der Liebesgeschichte von Tish und Fonny, die im Harlem der 1970er Jahre aufwachsen. Schnell müssen sie lernen, dass ihnen in der rassistischen Gesellschaft, in der sie leben, nichts geschenkt wird. Als Fonny unschuldig ins Gefängnis kommt, stellt Tish fest, dass sie schwanger ist und der Gerichtsprozess wird zu ihrem Kampf für eine gerechtere Zukunft, in dem sich die Wut und Hoffnung von Generationen widerspiegelt.
Baldwin, der selbst in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung eine wichtige Figur war, versteht es ungemein gut, uns als Leser*innen den Atem zu nehmen und die Ohnmacht spüren zu lassen anhand des unfassbaren Unrechts, welches in einer rassistischen Gesellschaft ihren Ausdruck findet - ohne dabei die Leichtigkeit und Unbeschwertheit zu vergessen, wie sie der Jugend eigen ist.

James Baldwin: Beale Street Blues
dtv, 2018 / Fr. 29.90

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