de Vigan Delphine Nach einer wahren Geschichte Zwei Frauen lernen sich auf einer Party kennen. Die erfolgreiche, aber zurückhaltende Schriftstellerin Delphine, die sich mit fremden Menschen meist sehr schwer tut, ist sofort fasziniert von der klugen und eleganten L., die als Ghostwriterin arbeitet.
Aus gelegentlichen Treffen werden regelmässige, man erzählt einander das eigene Leben, spricht über Familie und Freunde, vor allem über Freundinnen - und natürlich über Bücher! Delphine ist glücklich über die Gemeinsamkeiten und fühlt sich verstanden wie schon lange nicht mehr. Ganz entgegen ihrer Gewohnheit gibt sie in einem Gespräch über das Schreiben die Idee für ihr nächstes Buch preis. L. reagiert enttäuscht: Wie nur könne Delphine ihre Zeit auf eine erfundene Geschichte verschwenden? Eine Autorin ihres Formats müsse sich der Wahrheit verschreiben. Delphine ist entsetzt; L.s leidenschaftlich vorgetragene Forderung löst eine tiefe Verunsicherung in ihr aus. Bald kann sie weder Papier noch Stift in die Hand nehmen. L. scheint völlig unglücklich über das zu sein, was sie in der Freundin ausgelöst hat. Selbstlos übernimmt sie die Beantwortung von E-Mails, das Absagen von Lesungen und Interviews, das Vertrösten des Verlags, der auf einen neuen Roman wartet. Und all das in Delphines Namen. Keiner weiss davon, keiner kennt L., und so ist Delphine allein, als sie feststellt, dass L. ihr immer ähnlicher wird …
Ein raffiniertes literarisches Spiel mit Fiktion, Wirklichkeit und Identität
-> unbedingt zuerst lesen: Delphine de Vigan "Das Lächeln meiner Mutter" - der französische Besteller aufgrund dessen Erfolgs sie  diese wahre Geschichte geschrieben hat (s.a. Tipparchiv)

Delphine de Vigan: Nach einer wahren Geschichte
DuMont Verlag, 2016 / Fr. 31.90

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok