Marçal Machonomics Unser Alltag ist durchdrungen von einer ökonomischen Theorie, die zwischen “männlicher“ und “weiblicher“
(Haus-) Arbeit unterscheidet und in der augenblicklichen Bewertung letztere als weniger (bezahlens-)wert definiert.
Die schwedische Ökonomin Katrine Marçal benennt diese Universallogik als den “ökonomischen Mann“, der sich in der Definition klar von folgenden “weiblichen“ Facetten der menschlichen Existenz abgrenzt: Körper, Gefühl, Abhängigkeit und Schwäche.
Sie beschreibt eindringlich, wie die ökonomische Brille der Nutzenmaximierung seit Adam Smith, dem Begründer der klassischen Nationalökonomie, und Chicago-Ökonom Gary Becker unsere Alltagswahrnehmung prägt und in klar bewertbare Parameter zu zwängen, die zwischenmenschliche, emotionale Beweggründe unseres Tun negieren.
Machonomics (englischer Originaltitel: “Who cooked Adam Smith’s Dinner?) erlaubt eine kritisch schmunzelnde und Zähnen knirschende Sicht auf unsere ökonomischen (Alltags-) Gleichungen.

Katrine Marçal: Machonomics. Die Ökonomie der Frauen
C.H. Beck Verlag, 2016 / Fr. 21.90

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