Appelfed Ein Mädchen nicht von dieser Welt Als Kind überlebte Aharon Appelfeld selbst den Zweiten Weltkrieg in den Ukrainischen Wäldern. In seinem neuen Roman erzählt er, wie zwei jüdische Buben von ihren Müttern in den Wald geführt werden, weil es im Ghetto zu gefährlich wurde. Die beiden Neunjährigen treffen sich und beschliessen zusammen zu bleiben. Sie bauen Nester auf den Bäumen und verstecken sich und finden eine ehemalige Klassenkameradin, die ihnen Maisfladen und Milch bringt, und auch ein Bauer gibt ihnen zu essen. Sie selber können auch helfen: einem Flüchtling einen Verband anlegen, oder etwas von ihren Vorräten abgeben.
Mit elementarer, kindlicher Schlichtheit erzählt Aharon Appelfeld von Glaube und Hoffnung, von Natur, Grausamkeit und Liebe.
Gerade weil jetzt wieder viele Menschen auf der Flucht sind, ist dieses stille schöne Buch so wichtig. Etwas wie eine ewige Hoffnung wächst daraus, ein Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit - eine richtige Weihnachtsgeschichte eben.

Aharon Appelfeld: Ein Mädchen nicht von dieser Welt
Rowohlt Verlag, 2015 / Fr. 24.50

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok