Hugues Deutschland à la française Pascale Hugues ist Französin, Elsässerin, Journalistin, Schriftstellerin… und lebt seit vielen Jahren in Berlin.
In ihrem neuen Buch Deutschland à la française schreibt sie über den Alltag; die Sprache und die Mentalität in diesem Land, das ihr inzwischen sehr nahe, aber gleichzeitig immer noch ein bisschen fremd ist. Sie schaut auf das ganz Kleine und sieht darin das ganz Grosse (hochaktuell bis zur Amtseinführung von Präsident Macron!).
Neugierig flaniert sie durch die Strassen und Parks, lauscht den Gesprächen und erforscht die Eigenheiten beiderseits des Rheins.
Alles ist interessant, vom Präsidentenpalast bis zum Müllkeller, seltsame Wörter und Gebräuche wie 'Stammtisch', wie und was gegessen wird, sich am Telefon meldet, wie man streikt und ab wann Politiker als (wirklich) korrupt gelten: 745.- Euro?? Dann schon gleich richtig mit mehreren Millionen, oder?
Auch gängige Klischees überprüft sie auf ihren wahren Kern. Sind die Deutschen wirklich so ordentlich und die Franzosen so locker? Wo offenbart sich die deutsche Seele? Und wann der französische Esprit?
Ein kluges, kenntnisreiches, ausgesprochen humorvolles Buch aus der Sicht einer Autorin, die in zwei Welten zuhause ist, beide liebt - und mit scharfem Blick beobachtet – und auch hochinteressant für Schweizerinnen und Schweizer, die doch in vielem irgendwie mittendrin sind.

Pascale Hugues: Deutschland à la française (Was ist das? Chroniques d'une Française à Berlin)
Rowohlt Verlag, 2017 / Fr. 26.90

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